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Politikverdrossenheit?

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Foto Quelle: © alles-schlumpf http://www.flickr.com/people/29487767@N02/

Das Thema wird oft durch die Mainstreammedien getrieben. Die Bundesbürger sind politikverdrossen. Wenn es um Europa geht, dann sind wir sogar regelrecht uninteressiert. Wenn nur 42 Prozent ihr demokratisches Recht in Anspruch nehmen, ist man regelrecht geschockt. Dann wird für 3 Tage darüber öffentlich lamentiert und angekündigt, man werde etwas dagegen unternehmen müssen, denn so könne es ja nicht weitergehen.

Der Parlamentarier wundert sich!
Das nicht zu einer Wahl zu gehen, ebenfalls ein Recht ist und vielleicht sogar eine Aussage beinhaltet, wird oft, wahrscheinlich sogar willentlich, übersehen. Die Politiker, insbesondere unsere gewählten Volksvertreter wundern sich öffentlich über den Wähler.
Eigentlich fürchten Sie ja ein bischen ihre Legitimation zu verlieren, aber das sagt man natürlich nicht laut. Wenn niemand zu einer Wahl geht, hat das gegenwärtige “demokratische” System dann noch irgendeine Berechtigung zu irgendwas, oder ist es obsolet?

In unseren Nachrichtensendungen oder Tageszeitungen erfährt man jedoch höchst selten etwas über die wahren Hintergründe. Doch gelegentlich finden sich solche Perlen in den Medien und wer denken kann, wird direkt einen weiteren Grund zu seiner mentalen Liste der möglichen Gründe für die gegenwärtige Demokratieverdrossenheit hinzufügen können.

In dem Artikel erfährt man dann zum Beispiel dies:

Die zweite und dritte Lesung von Gesetzen bestand einzig und allein in der Niederlegung von schriftlichen Reden.

In der vergangenen Nacht sind 43 Tagesordnungspunkte auf diese Weise parlamentarisch “erledigt” worden. Dafür vorgesehen waren 35 Minuten. Das ergab, so errechnete süffisant der frühere Bundestagsvizepräsident Burkhard Hirsch, 52 Sekunden Beratung pro Tagesordnungspunkt

Laut Verfassungsgericht ist ein Gesetz auch nach fehlerhafter Beratung gültig, wenn der Bundespräsident es ausfertigt.

Wenn die Politik nicht aufpasst, werden die Bürger bald denken, dass Politik, Demokratie, Parlamentarismus  nur ein Spiel zu sein scheint, das anderen Zwecken dient als dem Wohle des Volkes.

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